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Avatar von Michael von Prollius

Ein interessanter Beitrag - in der Grundintuition entlang von Goodhart, Mounk und anderen - insbes. Dahrendorf, die die die Erschöpfung des Links-Rechts-Schemas und ähnliche Neuachsierungen ausgearbeitet haben. Die Inklu-Exklu-Unterscheidung schärft den Blick für kulturpolitische Konfliktlinien, bleibt aber in deren Terrain verhaftet.

Eine Ergänzung sei erlaubt: Vielleicht verläuft die eigentliche Bruchlinie noch eine Ebene tiefer - nicht zwischen zwei gesellschaftlichen Lagern, sondern zwischen Etatismus und Freiheit. Wer Links-Rechts ersetzt, aber den Staat als Machtinstrument beider Seiten außer Acht lässt, beschreibt das Spielfeld neu, ohne die Spielregeln zu hinterfragen. Dazu habe ich vor einigen Monaten einen Beitrag skizziert, der vielleicht als Gegenlektüre taugt: „Die große Ablenkung: Links & Rechts" — forum-freie-gesellschaft.de (https://forum-freie-gesellschaft.de/die-grosse-ablenkung-links-rechts/)

Avatar von Lionel Verschuer

Das ist sicherlich eines der wichtigen politischen Spektren, und etwas woran man vieles erkennt, jedoch:

1. die Grünen als Inklu zu bezeichnen, die es nicht packen sich zu nah ost Konflikten zu äußern, eine Wehrpflicht fordern,

waffenlieferungen usw… sie sind nicht nur die Pinata von rechts weil sie nervig sind, sondern auch von Links weil sie keine Linke Politik machen, aber so tun als ob…

2. was aus der inklu exklu Logik folgt ist Wirtschaftspolitik!! Diese ist doch das entscheidende woran man bis heute links und rechts, inklu und exklu erkennt! Sicherlich gibt es exklu Denken in der Linken, darüber habe ich auch in meinem letzten Artikel geschrieben, aber die Wirtschaftspolitik ist eben inklu! Auf der anderen Seite werden jedoch Reiche entlastet, und auf Armen herum gehackt.

Ich finde wir sollten weg vom Kulturkampf, und darauf schauen was ökonomisch gefordert wird, denn das ist das, was der Wähler am Ende spürt.

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